Wir sind der Fluss
Was uns mit der Weser verbindet
Hafenmuseum Bremen
03 – 08/2026
Bremen ohne Weser? Unvorstellbar! Der rund 450 Kilometer lange Fluss prägt ganze Regionen, mehr als 40 Kilometer fließt er durch die Stadt. Wir spazieren an seinen Ufern, schwimmen in seinem Wasser, leben an und mit ihm. Doch wie geht es eigentlich der Weser selbst? Und wie verändert sich unser Blick auf sie, wenn wir sie nicht länger als Ressource, sondern als lebendiges Gegenüber begreifen? Die Ausstellung lud dazu ein, die Weser und unsere Beziehung zu ihr in neuem Licht zu betrachten.
Im Zentrum stand eine raumgreifende Installation des Bremer Künstlers Felix Dreesen. Statt die Weser als idyllischen Naturraum zu zeigen, richtete Dreesen den Blick auf ihre Künstlichkeit: auf die vielen Eingriffe, welche Verlauf, Fließgeschwindigkeit, Ökosystem und Form geprägt haben. Mit Wasserbausteinen, Vliesen und weiteren Materialien aus dem Wasserbau entstand eine stilisierte Nachbildung der Flusssohle. So wurde erfahrbar, wie stark der Mensch die Weser gestaltet, nutzt und verändert.
Ergänzt wurde die künstlerische Arbeit von zehn Interviews mit Menschen, für die die Weser eine besondere Bedeutung hat. Sie erzählten von ihrem Zustand, gaben Einblicke in die Rechte der Natur und berichteten davon, was sie mit dem Fluss verbindet. So eröffneten die Stimmen einer Binnenschifferin, eines Försters, einer Gewässerbiologin oder eines Dichters selten gehörte und überraschende Perspektiven. In ihrer Gesamtheit zeigten sie, wie vielfältig die Sichtweisen auf die Weser sein können – und wie wichtig es ist, diese zusammenzubringen, damit die Interessen von Mensch und Fluss gewahrt bleiben.
Berichterstattung (Auswahl): Weser-Kurier, Interview Spot-Magazin, Kreiszeitung, Literaturmagazin Bremen
Kuratorisches Team: Jessica Fritz, Valentina Rojas Loa, Felix Dreesen
Ausstellungsgestaltung: Rainer Weber
Grafik: Tobias Katt, KLEINgroß Agentur für Kommunikation
Wasser ordnen (trennen, filtern, korrigieren), Felix Dreesen, 2026, Wasserbausteine, Geotextilien, Europaletten © Frank Scheffka
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