Albert Speer in der Bundesrepublik
Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit
hafenmuseum bremen
03 – 05/2025
Albert Speer war als führender Architekt und vor allem als Rüstungsminister einer der Haupttäter des NS-Regimes. Nach seiner Haftentlassung verbreitete er jedoch die Lüge, er habe von den Verbrechen nichts gewusst und sei unverschuldet in den Krieg hineingeraten. Dieses Narrativ wurde von der Gesellschaft lange Zeit bereitwillig angenommen.
Die Ausstellung entlarvte die Speer-Legende und stellte die Frage in den Mittelpunkt, warum diese über Jahrzehnte so große Resonanz in der Bundesrepublik fand. Interviews mit Expert*innen, Fotos und Dokumente gaben umfassende Antworten. Gleichzeitig warfen sie Fragen nach Bezügen zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten auf.
Das Hafenmuseum zeigte die Ausstellung im Gedenken an 80 Jahre Kriegsende. Sie wurde vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg entwickelt und für Bremen um die Rolle Speers in der Hansestadt erweitert.
In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Bremer Zentrum für Baukultur.
Koordination und Rahmenprogramm: Jessica Fritz, Marcus Meyer, Tobias Peters, Christian von Wissel
Bücher von Speer, die nur noch angesehen, aber nicht mehr aufgeschlagen werden können © Frank Scheffka
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